Interim Management

Was vor dem Interim-Start geregelt sein muss: Eine Checkliste

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Vor dem Interim-Start müssen Mandat, Vollmachten, Zugänge, Team-Kommunikation und Reporting-Rhythmus geklärt sein. Wer diese fünf Bereiche abarbeitet, verhindert die typischen Anlaufschwierigkeiten.

Ein Interim Manager ist kein normaler Mitarbeiter, der sich zwei Wochen einarbeitet. Er muss ab Tag eins wirken – und das kann er nur, wenn das Unternehmen seinen Teil der Vorbereitung erledigt hat.

Warum diese Checkliste existiert

Checkliste: Was vor Tag 1 erledigt sein muss

  • Schriftliches Mandat: Ziel, Umfang, Laufzeit, KPIs – alles auf einer Seite
  • Vollmachten: Budget, Personal, Vertragsabschlüsse – schriftlich und kommuniziert
  • Systemzugänge: ERP, E-Mail, Dateiablage, Tools – alle Accounts am ersten Tag aktiv
  • Team-Kommunikation: Wer ist informiert, mit welcher Botschaft, bis wann?
  • Reporting-Rhythmus: Wöchentliches Update, monatliches Review – im Kalender fixiert
  • Ansprechpartner: Wer ist auf Unternehmensseite der direkte Counterpart?
  • Vertraulichkeit: NDA und Datenschutzvereinbarung unterzeichnet?
  • Büro/Arbeitsplatz: Vollständig eingerichtet und zugänglich

Umsetzung: So arbeiten Sie die Checkliste in 5 Tagen ab

  1. Tag 1–2: Mandat und Vollmachten

    Sitzen Sie mit der Geschäftsführung zusammen und formulieren Sie das Mandat in einem Dokument: Was soll am Ende erreicht sein? Was ist explizit nicht Aufgabe des Interim Managers? Welche Budget- und Personalvollmacht bekommt er?

  2. Tag 3: Systemzugänge und IT

    IT-Abteilung oder externen Dienstleister beauftragen: E-Mail-Adresse, ERP-Zugang, Netzlaufwerke, ggf. VPN. Klingt selbstverständlich – aber in der Hälfte aller Mandate sind am ersten Tag nicht alle Zugänge aktiv.

  3. Tag 4: Team-Kommunikation

    Formulieren Sie eine klare Botschaft: Wer ist der Interim Manager, warum kommt er, wie lange bleibt er, was ändert sich für das Team? Diese Botschaft kommt von der Geschäftsführung – nicht vom Interim Manager selbst.

  4. Tag 5: Kick-off vorbereiten

    Planen Sie für den ersten Tag des Interim Managers ein zweistündiges Kick-off mit allen Schlüsselpersonen: Vorstellung, Mandat, erste Fragen. So startet das Mandat mit Energie statt mit Ratlosigkeit.

Häufiger Fehler: Vollmachten nur mündlich zusagen

Mündliche Zusagen über Budgets oder Personalentscheidungen sind wertlos, wenn im Zweifelsfall jemand widerspricht. Vollmachten gehören schriftlich in den Dienstvertrag oder als separate Vollmachtsvereinbarung.

Tipp: Checkliste als Teil des Dienstvertrags

Die erledigten Punkte aus der Checkliste können als Anlage zum Dienstvertrag dokumentiert werden. Das schafft Klarheit auf beiden Seiten und verhindert spätere Diskussionen über Zuständigkeiten.

Was nach dem Start genauso wichtig ist

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die Vorbereitung eines Interim-Mandats?
Mit dieser Checkliste ist die Vorbereitung in fünf Arbeitstagen abgeschlossen. Der kritische Pfad ist immer die Mandatsdefinition – alles andere folgt.
Was passiert, wenn Systemzugänge am ersten Tag nicht funktionieren?
Der Interim Manager verliert Zeit, die er für Analyse und erste Maßnahmen braucht. Bei 1.500 Euro Tagessatz sind zwei verlorene Tage 3.000 Euro – für einen IT-Fehler, der in zwei Stunden hätte behoben werden können.
Wer kommuniziert die Ankunft des Interim Managers an das Team?
Immer die Geschäftsführung oder die direkte Führungskraft – nie der Interim Manager selbst. Die Botschaft muss Vertrauen schaffen, bevor der erste Handschlag stattfindet.
Muss ein NDA mit einem Interim Manager unterzeichnet werden?
Ja, in nahezu allen Fällen. Interim Manager erhalten Zugang zu sensiblen Unternehmensdaten. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung gehört zum Standard-Vertragswerk.

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