Interim Management

Team auf den Interim Manager vorbereiten: Was kommuniziert werden muss

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Kurze Antwort

Das Team muss vor Mandatsbeginn klar informiert werden: warum ein Interim kommt, was sich ändert, was sich nicht ändert und wer der Ansprechpartner ist. Fehlende Kommunikation kostet Wochen.

Ein Interim Manager, der ins Unternehmen kommt, ohne dass das Team vorbereitet ist, verliert die ersten zwei bis vier Wochen damit, Vertrauen aufzubauen, das durch frühzeitige Kommunikation bereits vorhanden sein könnte.

Was passiert ohne Vorbereitung

Was das Team wissen muss – und was nicht

  • Warum kommt ein Interim Manager? Ehrlich, aber nicht alarmistisch
  • Was ist seine Rolle und was sind seine Befugnisse?
  • Was ändert sich für das Team – konkret und realistisch?
  • Was ändert sich nicht – Arbeitsverträge, Strukturen, bekannte Kollegen?
  • Wer ist der direkte Ansprechpartner für Fragen und Sorgen?

Schritt-für-Schritt-Kommunikation zum Mandatsbeginn

  1. Ankündigung durch die Unternehmensleitung

    Nicht der Interim Manager kündigt sich selbst an – die Geschäftsführung kommuniziert die Entscheidung aktiv und transparent. Das ist ein klares Signal: Wir stehen hinter dieser Entscheidung. Timing: mindestens drei bis fünf Tage vor Mandatsbeginn.

  2. Inhalt der Ankündigungs-Kommunikation

    Klare Botschaft: Wer kommt, warum, für wie lange und mit welchem Auftrag – soweit wie sinnvoll offenlegbar. Keine Halbwahrheiten. Was das Team nicht erfährt, erfindet es sich selbst. Unsicherheiten offen benennen ist stärker als falsche Gewissheit.

  3. Erstes Team-Meeting mit dem Interim Manager

    Am ersten oder zweiten Tag: ein strukturiertes Meeting, in dem sich der Interimer vorstellt – nicht nur seinen Lebenslauf, sondern seine Arbeitsweise, seine Erwartungen ans Team und wie er Feedback erwartet. Das Meeting setzt den Ton für das gesamte Mandat.

  4. Klärung von Rolle und Entscheidungsrahmen

    Das Team muss wissen: Was entscheidet der Interim Manager allein? Was entscheidet er gemeinsam? Wofür ist er zuständig, wofür nicht? Unklare Zuständigkeiten führen zu Doppelarbeit und Frustration auf beiden Seiten.

  5. Ansprechpartner für Bedenken benennen

    Nicht jedes Teammitglied wird seine Bedenken direkt beim Interimer deponieren. Es braucht eine neutrale Anlaufstelle – HR, ein Vertrauensvorgesetzter oder der direkte Auftraggeber –, an die sich Mitarbeiter wenden können.

  6. Regelmäßige Kommunikation im Mandatsverlauf

    Einmalige Ankündigung reicht nicht. Nach vier Wochen, nach dem ersten Meilenstein, bei Zieländerungen: Das Team muss kontinuierlich informiert werden. Schweigen wird immer negativ interpretiert.

Häufiger Fehler

Die Unternehmensleitung kommuniziert die Ankunft des Interimers nicht selbst, sondern überlässt es dem Interim Manager, sich vorzustellen. Das signalisiert dem Team: Wir stehen nicht wirklich dahinter. Resultat: Akzeptanzprobleme von Tag eins an.

Praxis-Tipp

Bereiten Sie für das erste Team-Meeting eine kurze schriftliche Zusammenfassung vor: Wer kommt, warum, wie lange, was sich ändert, was nicht. Ein einseitiges Dokument, das das Team mitnehmen kann, reduziert Gerüchte drastisch.

Warum Vorbereitung Rendite bringt

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Häufige Fragen

Wer sollte die Ankunft des Interim Managers ankündigen?
Die Unternehmensleitung oder der direkte Vorgesetzte – nicht der Interimer selbst. Das signalisiert Rückhalt und erhöht die Akzeptanz im Team erheblich.
Was muss das Team über den Interim Manager wissen?
Warum er kommt, was seine Rolle ist, welche Befugnisse er hat, was sich ändert und was nicht – und wer Ansprechpartner für Fragen ist.
Wann sollte das Team informiert werden?
Mindestens drei bis fünf Tage vor Mandatsbeginn. Ankündigungen am ersten Arbeitstag kommen zu spät – das Informationsvakuum hat dann bereits Gerüchte erzeugt.
Was tun, wenn das Team trotz Kommunikation skeptisch reagiert?
Skepsis ist normal und kein Versagen. Wichtig ist, offen damit umzugehen: Bedenken ernst nehmen, Fragen beantworten, keine falschen Versprechen machen. Vertrauen entsteht durch Handlungen, nicht durch Ansagen.

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