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KI-Bilder im Unternehmen: Was erlaubt ist und was riskant

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Kurze Antwort

KI-Bilder können kommerziell genutzt werden, aber das Urheberrecht ist unklar. Adobe Firefly gilt als sicherste Option (lizenzierte Trainingsdaten). Midjourney und DALL-E sind für viele Zwecke nutzbar, aber rechtliche Unsicherheiten bleiben.

Was KI-Bildgeneratoren leisten — und was sie kosten

KI-Bildgeneratoren erzeugen in Sekunden Bilder, für die ein Grafiker Stunden oder Tage brauchen würde. Das klingt nach dem perfekten Werkzeug für Marketingabteilungen, Agenturen und Unternehmen, die regelmäßig Bildmaterial benötigen. Die Realität ist etwas komplexer: Die Qualität ist sehr gut, die Geschwindigkeit unschlagbar — aber die rechtliche Absicherung ist Tool-abhängig und in vielen Fällen noch ungeklärt.

Die bekanntesten Tools auf dem Markt sind Midjourney (Qualitätsführer, läuft über Discord, ab 10 Dollar pro Monat), DALL-E 3 (direkt in ChatGPT integriert, einfach zugänglich), Stable Diffusion (Open Source, kann lokal betrieben werden), Runway (spezialisiert auf KI-Video), und Adobe Firefly (in Creative Cloud integriert). Jedes Tool hat seine Stärken — aber nur Adobe Firefly wurde von Beginn an auf kommerzielle Rechtssicherheit ausgelegt.

Für Unternehmen in Deutschland und Europa stellen sich zwei Fragen gleichzeitig: Erstens, darf ich das Bild überhaupt kommerziell nutzen? Zweitens, gibt es Kennzeichnungspflichten? Beide Fragen sind 2025 noch nicht abschließend durch Gesetzgebung oder höchstrichterliche Urteile beantwortet — was bedeutet, dass das Risiko beim Nutzer liegt, bis die Rechtslage eindeutig ist.

Adobe Firefly trainiert ausschließlich auf lizenzierten Adobe-Stock-Bildern — das ist der entscheidende Unterschied zu allen anderen Tools.

Das Urheberrechtsproblem bei KI-Bildern

Das Kernproblem: KI-Modelle wurden auf Millionen von Bildern trainiert — darunter viele urheberrechtlich geschützte Werke, ohne dass die Urheber zugestimmt haben. Getty Images hat Stable Diffusion bereits verklagt. Der Ausgang solcher Klagen könnte grundlegende Auswirkungen auf die Nutzbarkeit dieser Tools haben. Bis dahin bewegen sich Nutzer in einer rechtlichen Grauzone.

Hinzu kommt die Frage, ob KI-generierte Bilder selbst urheberrechtlich schutzfähig sind. In Deutschland gilt: Ein Werk muss eine persönliche geistige Schöpfung eines Menschen sein. KI-Outputs erfüllen diese Voraussetzung nach aktueller Rechtslage nicht. Das bedeutet, dass kein Unternehmen ein echtes Urheberrecht an seinen KI-generierten Bildern hat — was den Schutz vor Nachahmung erheblich erschwert.

Praktisch relevant wird das zum Beispiel, wenn ein Wettbewerber dasselbe oder ein sehr ähnliches Bild mit demselben Prompt erzeugt. Da kein Urheberrechtsschutz besteht, gibt es keine rechtliche Handhabe. Wer auf KI-Bilder als einzige visuelle Markenidentität setzt, baut auf unsicherem Fundament.

Tool-Vergleich: Was für Unternehmen relevant ist

  • Adobe Firefly: Rechtssicherste Option durch lizenzierte Trainingsdaten — ideal für kommerzielle Nutzung
  • Midjourney: Höchste Bildqualität, kommerzielle Nutzung ab Pro-Plan erlaubt, aber Trainingsdaten-Frage offen
  • DALL-E 3 via ChatGPT: Einfach zugänglich, OpenAI erlaubt kommerzielle Nutzung laut AGB, Trainingsdaten unklar
  • Stable Diffusion: Open Source, lokal betreibbar — maximale Kontrolle, aber auch maximale Eigenverantwortung
  • Runway: Spezialisiert auf Video-Generierung, gut für Social-Media-Content
  • Canva AI: Integriert in Canva, für einfache Marketing-Bilder gut geeignet, AGB erlaubt kommerzielle Nutzung

Rechtliche Warnung für Unternehmen

Verwenden Sie KI-Bilder nicht ohne Prüfung der AGB des jeweiligen Tools. Midjourney verlangt für kommerzielle Nutzung mindestens den Pro-Plan (30 Dollar pro Monat). Der kostenlose Plan erlaubt nur persönliche Nutzung. Unternehmen mit mehr als einer Million Dollar Jahresumsatz müssen bei Midjourney zusätzliche Lizenzen erwerben. Wer das ignoriert, riskiert Abmahnungen — und das ist kein theoretisches Risiko, sondern bereits vorgekommen. Prüfen Sie die AGB Ihres Tools, bevor Sie Bilder im Marketing einsetzen.

So gehen Sie rechtlich sicher mit KI-Bildern um

  1. Tool nach Verwendungszweck wählen

    Für öffentliches Marketing und kommerzielle Werbung: Adobe Firefly verwenden. Für interne Präsentationen, Prototypen und nicht-kommerzielle Zwecke sind auch andere Tools in der Regel unproblematisch. Die Entscheidung hängt vom Verwendungszweck ab, nicht vom Tool allein.

  2. AGB des Tools sorgfältig prüfen

    Jedes Tool hat eigene AGB zur kommerziellen Nutzung. Midjourney unterscheidet nach Umsatz, DALL-E hat eine eigene Nutzungsrichtlinie. Lesen Sie die aktuellen AGB — sie ändern sich regelmäßig. Stand 2024 erlauben die meisten Tools die kommerzielle Nutzung, aber mit Einschränkungen.

  3. Bilder nicht als Alleinstellungsmerkmal einsetzen

    Da kein Urheberrechtsschutz für KI-Bilder besteht, können Wettbewerber theoretisch dasselbe Bild erzeugen. Setzen Sie KI-Bilder ergänzend ein — nicht als einziges Markenbild. Individualfotografie und professionelle Illustrationen bleiben für die Kernmarken-Identität wichtig.

  4. Kennzeichnung prüfen und vorbereiten

    In der EU wird eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte diskutiert. Der AI Act enthält bereits Vorgaben für bestimmte Kontexte. Bereiten Sie sich auf Kennzeichnungen wie 'Dieses Bild wurde mit KI erstellt' vor — wer das heute schon tut, ist gut vorbereitet.

  5. Bildarchiv aufbauen und dokumentieren

    Dokumentieren Sie, welche Bilder mit welchem Tool und welchem Prompt erstellt wurden. Halten Sie die Tool-Version und das Erstellungsdatum fest. Das schützt Sie bei späteren Rechtsänderungen und ermöglicht eine nachträgliche Neubewertung Ihres Bildbestands.

INREMA-Empfehlung für den Einstieg

Starten Sie mit Adobe Firefly, wenn kommerzielle Absicherung Priorität hat. Für kreative Experimente, Brainstorming und interne Materialien eignet sich DALL-E 3 via ChatGPT am besten — es ist bereits integriert und ohne Aufpreis verfügbar. Kombinieren Sie KI-Bilder mit echten Unternehmensfotos: Das ergibt die beste Balance aus Effizienz und Authentizität. INREMA zeigt Ihnen in einer halben Stunde, welcher Workflow für Ihr Marketing am besten passt.
Zusammenfassung
  • Adobe Firefly ist die rechtssicherste Option für kommerzielle KI-Bilder — lizenzierte Trainingsdaten, keine offenen Haftungsfragen
  • Midjourney und DALL-E erlauben kommerzielle Nutzung laut AGB, aber Trainingsdaten-Fragen und fehlendes Urheberrecht bleiben ungelöst
  • KI-Bilder ergänzen professionelle Fotografie — ersetzen sie nicht, solange die Rechtslage unklar ist

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Häufige Fragen

Darf ich Midjourney-Bilder kommerziell nutzen?
Ja, ab dem Pro-Plan (30 Dollar pro Monat). Der kostenlose Plan und der Basic-Plan erlauben keine kommerzielle Nutzung. Unternehmen über einer Million Dollar Jahresumsatz brauchen zusätzlich eine Enterprise-Lizenz.
Welches KI-Bildtool ist für Unternehmen am rechtssichersten?
Adobe Firefly, weil es ausschließlich auf lizenzierten Adobe-Stock-Bildern trainiert wurde. Adobe bietet auch eine kommerzielle Haftungsfreistellung an.
Sind KI-Bilder urheberrechtlich geschützt?
Nach aktueller deutscher Rechtslage nein. Urheberrecht setzt eine persönliche geistige Schöpfung eines Menschen voraus — KI-Outputs erfüllen das nicht. Sie haben kein Exklusivrecht an Ihren KI-Bildern.
Muss ich KI-Bilder als solche kennzeichnen?
Noch keine gesetzliche Pflicht für alle Kontexte, aber der EU AI Act enthält Kennzeichnungsvorgaben für bestimmte Anwendungsfälle. Eine freiwillige Kennzeichnung ist empfehlenswert und zukunftssicher.

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