Interim ist richtig, wenn Geschwindigkeit und Flexibilität zählen. Festanstellung ist richtig, wenn langfristige Kulturentwicklung und Kontinuität entscheidend sind. Beide Wege haben ihren Preis.
Die Frage ist nicht, was günstiger ist. Die Frage ist, was die Situation wirklich braucht. Interim und Festanstellung lösen unterschiedliche Probleme – und welche Lösung passt, hängt von fünf konkreten Faktoren ab.
Worum es wirklich geht
Das spricht für Interim Management
- Sofortbedarf: Die Lücke muss in zwei bis vier Wochen geschlossen werden
- Befristeter Bedarf: Das Problem ist zeitlich klar begrenzt (Projekt, Restrukturierung, Überbrückung)
- Spezialkompetenz: Es wird Expertise gebraucht, die dauerhaft nicht im Haus benötigt wird
- Flexibilität: Das Unternehmen will sich nicht langfristig binden
- Neutralität: Ein Externer kann Entscheidungen treffen, die intern politisch belastet wären
Das spricht für sofortige Festanstellung
- Langfristige Führungsaufgabe: Die Position wird dauerhaft besetzt bleiben
- Kulturentwicklung: Die Führungskraft soll das Team und die Unternehmenskultur prägen
- Budget: Der Interim-Tagessatz ist auf Dauer nicht tragbar
- Teamkontinuität: Das Team braucht eine dauerhafte Vertrauensperson
- Nachfolgeplanung: Die Stelle ist Teil einer mittelfristigen Unternehmensstrategie
Entscheidungsprozess: So kommen Sie zur richtigen Antwort
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Schritt 1: Zeithorizont klären
Wie lange wird die Führungskraft gebraucht – weniger als 18 Monate oder dauerhaft? Weniger als 18 Monate spricht klar für Interim. Dauerhaft spricht für Festanstellung, aber nicht unbedingt gegen eine Überbrückung per Interim.
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Schritt 2: Verfügbarkeit und Dringlichkeit prüfen
Wie lange dauert eine Festanstellung realistischerweise – Ausschreibung, Gespräche, Kündigungsfrist, Onboarding? In der Praxis vier bis acht Monate. Wenn das Unternehmen diese Zeit nicht hat, ist Interim die richtige erste Entscheidung – unabhängig davon, ob danach fest eingestellt wird.
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Schritt 3: Kompetenzbedarf analysieren
Welche Kompetenz wird gebraucht – dauerhaft oder einmalig? Wer einen Restrukturierungsexperten braucht, braucht ihn nicht dauerhaft im Haus. Wer eine Vertriebsleitung aufbauen will, braucht jemanden, der das langfristig trägt.
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Schritt 4: Kostentransparenz herstellen
Interim kostet 1.000–2.500 Euro pro Tag, aber ohne Lohnnebenkosten, Urlaub, Abfindungsrisiko und Fehlbesetzungskosten. Eine Festanstellung auf Führungsebene kostet bei Fehlbesetzung schnell das Zwei- bis Dreifache des Jahresgehalts. Beide Wege ehrlich durchrechnen.
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Schritt 5: Hybridmodell prüfen
Interim zur Überbrückung, parallel Festanstellung suchen, Interim Manager übergibt an Nachfolger. Das ist in der Praxis häufig die intelligenteste Lösung – teurer als eine der beiden reinen Optionen, aber deutlich risikoärmer als eine Fehlbesetzung.
Achtung: Die versteckten Kosten einer Fehlbesetzung
Tipp: Interim und Festanstellung schließen sich nicht aus
Sie stehen vor der Entscheidung Interim oder Festanstellung? INREMA hilft Ihnen, die richtige Wahl für Ihre Situation zu treffen.
Interim-Beratung anfragenHäufige Fragen
Ist Interim Management wirklich teurer als eine Festanstellung?
Wie schnell kann ein Interim Manager starten?
Kann ein Interim Manager später in eine Festanstellung übernommen werden?
Wann ist Interim definitiv die falsche Wahl?
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