Interim Management

Übergabe nach dem Interim richtig gestalten: Was oft vergessen wird

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Kurze Antwort

Eine strukturierte Übergabe nach dem Interim sichert die erreichten Ergebnisse. Dokumentation, Wissenstransfer und klare Verantwortlichkeiten ab Tag eins nach dem Mandat sind entscheidend.

Die letzten vier Wochen eines Interim-Mandats entscheiden darüber, ob die erreichten Ergebnisse im Unternehmen bleiben – oder mit dem Interimer zusammen das Haus verlassen.

Warum die Übergabe so oft scheitert

Was bei der Übergabe häufig vergessen wird

  • Dokumentation laufender Prozesse, die der Interimer im Kopf hatte
  • Persönliche Kontakte zu Kunden, Lieferanten, Behörden – mit Kontext
  • Offene Punkte und Entscheidungen, die noch nicht abgeschlossen sind
  • Lessons Learned: Was wurde versucht, was hat nicht funktioniert?
  • Übergabe-Gespräche mit dem Team – nicht nur mit dem Nachfolger

Übergabe Schritt für Schritt

  1. Übergabephase frühzeitig einplanen

    Mindestens vier Wochen vor Mandatsende beginnt die aktive Übergabephase. Das ist kein Puffer – das ist Pflichtzeit. Im Mandat selbst sollte dieser Zeitraum explizit als Phase definiert und kommuniziert werden.

  2. Übergabe-Dokument erstellen

    Ein strukturiertes Dokument mit: aktueller Projektstatus je Themenfeld, offene Entscheidungen mit Empfehlung, Kontaktliste mit Kontext, laufende Verträge und Fristen, ToDo-Liste für die ersten 30 Tage des Nachfolgers.

  3. Nachfolger frühzeitig einbinden

    Wenn ein Nachfolger feststeht – intern oder extern – sollte dieser in den letzten zwei Wochen aktiv eingebunden werden. Gemeinsame Termine, Übergabegespräche mit Schlüsselpersonen, direkte Übergabe von Verantwortlichkeiten.

  4. Team-Kommunikation nicht dem Nachfolger überlassen

    Der Interimer selbst kommuniziert den Abschluss des Mandats an das Team – ehrlich, klar und wertschätzend. Das stärkt die Akzeptanz des Nachfolgers und vermeidet Vakuum-Situationen.

  5. Abschluss-Review mit dem Auftraggeber

    Ein formaler Abschluss mit dem Auftraggeber: Was wurde erreicht? Was bleibt offen? Welche Empfehlungen gibt der Interimer für die nächsten 90 Tage? Dieses Gespräch sollte dokumentiert werden.

  6. Erreichbarkeit nach Mandatsende klären

    In vielen Fällen ist es sinnvoll, eine begrenzte Nachbetreuungszeit zu vereinbaren – z. B. vier Wochen auf Anfrage, mit klar definiertem Umfang. Das gibt Sicherheit, ohne eine neue Abhängigkeit zu erzeugen.

Häufiger Fehler

Der Interimer wird in den letzten Wochen schleichend aus Entscheidungen herausgehalten, weil der Nachfolger schon bekannt ist. Ergebnis: Der Interimer kann nicht mehr sauber übergeben, weil er keinen vollständigen Überblick mehr hat. Übergabe und Entscheidungskompetenz müssen bis zum letzten Tag parallel laufen.

Praxis-Tipp

Definieren Sie das Übergabe-Dokument bereits im Mandatsvertrag als Lieferobjekt. Dann ist es kein optionaler Bonus, sondern vertraglich vereinbarte Leistung – und wird entsprechend ernst genommen.

Was eine gute Übergabe wirklich bedeutet

Sie planen den Abschluss eines Interim-Mandats und wollen die Übergabe professionell gestalten? Wir begleiten Sie dabei.

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Häufige Fragen

Wie lange sollte die Übergabephase nach einem Interim-Mandat dauern?
Mindestens vier Wochen. In komplexen Mandaten mit vielen laufenden Projekten oder kritischen Kundenbeziehungen auch sechs bis acht Wochen.
Muss der Interimer ein Übergabe-Dokument erstellen?
Das sollte im Mandatsvertrag vereinbart werden – dann ist es eine verbindliche Leistung. Das Dokument umfasst Projektstatus, offene Entscheidungen, Kontakte und eine ToDo-Liste für die ersten 30 Tage des Nachfolgers.
Was passiert, wenn kein Nachfolger rechtzeitig feststeht?
Dann übergibt der Interimer an den direkten Auftraggeber oder eine benannte interne Führungskraft. Eine Übergabe ins Leere ist keine Option – sie muss immer an eine konkrete Person erfolgen.
Sollte der Interimer nach Mandatsende noch erreichbar sein?
Eine begrenzte Nachbetreuungszeit von vier Wochen auf Anfrage ist oft sinnvoll. Umfang und Konditionen sollten vorab klar vereinbart werden.

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