Ihre Domain ist das digitale Fundament Ihres Unternehmens. Sie muss auf Ihren Namen registriert sein, Sie muessen vollen Zugang zum Registrar haben, und DNS-Einstellungen muessen dokumentiert sein. Alles andere ist ein Abhaengigkeitsrisiko.
Das unterschätzte Risiko: Wem gehört Ihre Domain wirklich?
Eine Agentur registriert die Domain auf den eigenen Namen. Der Auftraggeber zahlt die Rechnungen, nutzt die Website — aber besitzt die Domain nicht wirklich. Wenn die Agentur insolvent wird, in Streit gerät oder einfach nicht erreichbar ist, kann der Zugriff auf die Domain verloren gehen. Das ist kein theoretisches Szenario: Es passiert regelmäßig im Mittelstand, besonders wenn Agenturen wechseln oder Projekte enden.
Die Domain ist das digitale Fundament jedes Unternehmens. Alle E-Mail-Adressen, alle Google-Rankings, alle Verlinkungen, alle eingehenden Anfragen — sie alle hängen an diesem einen Datensatz beim Registrar. Wer dort nicht als Inhaber eingetragen ist, hat im Zweifel keinerlei rechtlichen Anspruch auf das, was auf dieser Domain aufgebaut wurde.
Hinzu kommt der wirtschaftliche Schaden: Eine Domain, die jahrelang in Suchmaschinen aufgebaut wurde, verliert ihren Rankingwert nicht durch einen Domain-Wechsel — sie verliert ihn sofort. Neue Domains beginnen bei null. Ein erzwungener Domain-Wechsel ist für viele mittelständische Unternehmen ein mehrjähriger Rückschritt im Online-Marketing.
INREMA prüft bei jedem Projekt-Start den Domain-Inhaberstatus und dokumentiert alle Zugangsdaten vollständig beim Kunden — nicht bei uns. Das ist kein Service, das ist Grundvoraussetzung für seriöse Arbeit.
Checkliste: Was Sie über Ihre Domain wissen müssen
- Domain auf Firmennamen registriert: Kein Dritter steht als Inhaber beim Registrar
- Registrar-Account selbst zugänglich: Login-Daten liegen beim Unternehmen, nicht nur bei der Agentur
- DNS-Einstellungen einsehbar: A-, MX-, CNAME- und TXT-Records jederzeit abrufbar
- AuthCode (EPP-Code) bekannt: Für einen Domain-Transfer im Notfall sofort verfügbar
- SSL-Zertifikat dokumentiert: Ablaufdatum bekannt, Erneuerung automatisiert oder terminiert
- Nameserver notiert: Welcher DNS-Provider ist aktiv und warum?
- Subdomain-Übersicht vorhanden: Alle genutzten Subdomains (mail., www., shop.) sind bekannt und dokumentiert
- Jährliche Domaingebühr selbst bezahlt: Keine Abhängigkeit von Agenturrechnungen für Domain-Verlängerungen
Warnung: Wenn die Agentur die Domain hält
Domain-Kontrolle sicherstellen: Schritt für Schritt
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Whois-Abfrage durchführen und auswerten
Unter whois.domaintools.com oder direkt bei Denic (für .de-Domains unter denic.de/whois) können Sie prüfen, wer als Inhaber eingetragen ist. Steht dort die Agentur oder eine Person, die nicht zu Ihrem Unternehmen gehört? Dann besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Notieren Sie das Ergebnis und das Datum der Abfrage.
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Registrar-Zugang schriftlich anfordern
Fordern Sie von Ihrer Agentur den direkten Zugang zum Registrar-Account schriftlich an — per E-Mail mit Lesebestätigung oder per Brief. Dokumentieren Sie die Anfrage und setzen Sie eine Frist von 14 Tagen. Eine seriöse Agentur übergibt diese Daten ohne Diskussion.
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AuthCode für Domain-Transfer anfordern
Wenn die Domain auf fremden Namen läuft, können Sie einen Transfer auf Ihren eigenen Registrar-Account veranlassen. Dafür benötigen Sie den AuthCode (EPP-Code) vom aktuellen Inhaber. Ihr neuer Registrar führt Sie durch den Transfer-Prozess, der in der Regel zwei bis fünf Werktage dauert.
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Domain-Inhaber offiziell ändern lassen
Alternativ zum Transfer kann der Registrar eine Inhaberwechsel (Registrant-Change) durchführen, ohne die Domain zu einem neuen Registrar zu übertragen. Das ist schneller und bewahrt die bestehende DNS-Konfiguration. Beide Parteien müssen zustimmen und den Prozess bestätigen.
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Zukünftige Domains immer selbst registrieren
Registrieren Sie neue Domains immer selbst — direkt beim Registrar, nicht über die Agentur. Geben Sie der Agentur dann nur die DNS-Zugangsdaten, die sie für die technische Konfiguration braucht. Trennen Sie Inhaberschaft und technische Verwaltung sauber voneinander.
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Dokumentation anlegen und aktuell halten
Erstellen Sie eine einfache Tabelle mit allen Domains, dem Registrar, dem Login, dem Ablaufdatum und dem zuständigen Ansprechpartner. Diese Dokumentation gehört in Ihr internes Intranet oder zumindest in einen passwortgeschützten Ordner — nicht nur im Kopf einer einzelnen Person.
INREMA-Grundsatz zur Domain-Sicherheit
Wer die Domain kontrolliert, kontrolliert das digitale Fundament des Unternehmens. Das muss immer das Unternehmen selbst sein — nicht die Agentur, nicht der Entwickler, nicht der IT-Dienstleister.
DNS verstehen — das Minimum, das Sie wissen müssen
Domain-Situation klären lassen
Wir prüfen Ihre Domain-Situation, klären den Inhaberstatus und zeigen konkret, was zu tun ist — damit Sie die volle Kontrolle über Ihr digitales Fundament haben.
Domain-Check anfragenVendor-Lock-in vermeiden: Unabhängigkeit als Strategie
Vendor-Lock-in bedeutet: Sie sind von einem einzigen Anbieter abhängig, ohne dass ein Wechsel ohne erheblichen Aufwand möglich wäre. Bei Domains ist das besonders kritisch, weil die Domain mit allem verknüpft ist — E-Mail, Website, SEO, Online-Marketing, Kundenkommunikation. Eine Abhängigkeit hier ist eine Abhängigkeit bei allem.
Die Lösung ist nicht, die Agentur zu misstrauen, sondern klare Strukturen zu schaffen. Unternehmen und Agentur haben unterschiedliche Rollen: Das Unternehmen ist Eigentümer aller digitalen Assets — Domain, Hosting-Account, Google Search Console, Google Analytics, Social-Media-Kanäle. Die Agentur hat Arbeitsberechtigungen, aber keine Eigentumsrechte.
Das bedeutet konkret: Hosting-Verträge laufen auf den Firmennamen. E-Mail-Accounts für Google-Dienste werden mit der Firmen-E-Mail angelegt, nicht mit einer Agentur-Adresse. Alle Zugangsdaten werden beim Kunden dokumentiert und sind im Notfall sofort zugänglich — ohne Rückfrage bei der Agentur.
INREMA übergibt am Ende jedes Projekts ein vollständiges Übergabedokument mit allen Zugangsdaten, Konfigurationen und Ansprechpartnern. Nicht weil wir misstrauisch sind — sondern weil das der einzige Weg ist, wie ein Unternehmen wirklich unabhängig bleibt.
Was immer dem Unternehmen gehören muss
- Domain-Inhaberschaft: Registrar-Account auf Firmennamen, nicht auf Agentur
- Hosting-Vertrag: Direkt mit dem Hoster, nicht als Untermieter der Agentur
- Google Search Console: Firmen-E-Mail als Eigentümer eingetragen
- Google Analytics: Firmen-Account ist Admin, Agentur hat nur Bearbeitungsrechte
- Social-Media-Profile: Firmen-E-Mail als Hauptkonto, Agentur als Manager eingeladen
- SSL-Zertifikat: Wer stellt es aus, wer erneuert es — dokumentiert und terminiert
- E-Mail-Server: MX-Records und Mailserver-Zugangsdaten beim Unternehmen bekannt
- Backup-Zugänge: Für jeden kritischen Dienst einen zweiten Admin aus dem Unternehmen
Das Wichtigste zur Domain-Sicherheit
- Die Domain muss immer auf den Firmennamen registriert sein — nicht auf die Agentur
- DNS-Grundkenntnisse schützen vor Ausfällen bei Server- oder Agenturwechseln
- Vollständige Dokumentation aller Zugangsdaten ist Pflicht, nicht Option
Sofortmaßnahme: Jetzt den Whois-Check machen
Häufige Fragen
Wem gehoert meine Domain wenn die Agentur sie registriert hat?
Was kostet ein Domain-Transfer?
Kann ich mehrere Domains auf einmal verwalten?
Was passiert mit der Domain wenn ich die Agentur wechsle?
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