Domain-Transfer braucht den AuthCode beim alten Registrar, entsperrte Transfersperre und laufende DNS-Konfiguration. Häufigste Fehler: DNS zu früh umstellen oder E-Mail-Bestätigung übersehen. Planung und 24-48h Puffer einkalkulieren.
Ein Domain-Transfer ist einfach — wenn man die Fallstricke kennt. Wer unvorbereitet startet, riskiert Ausfall, Datenverlust und wochenlange Verzögerungen.
Ein Domain-Transfer bezeichnet den Wechsel der Domain von einem Registrar (dem Unternehmen, das Ihre Domain verwaltet) zu einem anderen. Das ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll: Ein Registrar-Wechsel kann günstigere Konditionen, besseren Support oder eine einheitliche Verwaltung aller Domains ermöglichen. Häufig ist der Transfer auch Teil einer Agentur-Trennung, wenn die Domain bislang beim alten Dienstleister lag.
Darüber hinaus gibt es strategische Gründe: Manche Registrare bieten überlegene DNS-Verwaltung, DNSSEC-Support oder schnellere Propagationszeiten. Wer mehrere Domains an verschiedenen Stellen verwaltet, profitiert von einer Konsolidierung bei einem einzigen Anbieter.
Wichtig: Ein Domain-Transfer ist nicht dasselbe wie ein Inhaberwechsel (auch „Owner-Change“ oder „Trade“ genannt). Der Transfer wechselt den Registrar, nicht unbedingt den Inhaber. Beide Vorgänge können kombiniert notwendig sein — zum Beispiel nach einer Unternehmensübernahme oder beim Trennen von einer Agentur, die die Domain auf ihren eigenen Namen registriert hatte.
- AuthCode (EPP-Code) beim aktuellen Registrar anfordern — läuft nach 30 Tagen ab
- Transfersperre (Transfer-Lock) im aktuellen Registrar-Panel deaktivieren
- WHOIS-Inhaberdaten prüfen: Name, Adresse und vor allem die hinterlegte E-Mail-Adresse müssen korrekt sein
- E-Mail-Postfach der WHOIS-Inhaber-Adresse muss aktiv und abrufbar sein — hier kommen Bestätigungsanfragen an
- 60-Tage-Regel beachten: Transfer nicht innerhalb von 60 Tagen nach Erstregistrierung oder letztem Inhaberwechsel möglich (.com/.net/.org)
- Laufzeit prüfen: Transfer verlängert die Domain in der Regel um 1 Jahr (kostenpflichtig beim neuen Registrar)
- DNS-Einträge dokumentieren: Alle A-Records, MX-Records, CNAME, TXT und SPF vor dem Transfer notieren
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1. AuthCode beim aktuellen Registrar anfordern
Melden Sie sich im Kunden-Panel Ihres aktuellen Registrars an und fordern Sie den AuthCode (auch EPP-Code oder Transfer-Code) an. Bei den meisten Anbietern ist das eine Selbstbedienungsfunktion im Domain-Management. Der Code wird an die WHOIS-Inhaber-E-Mail-Adresse gesendet. Prfen Sie vorher, ob diese Adresse aktiv ist.
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2. Transfersperre deaktivieren
Domains sind standardmäßig mit einer Transfersperre (Transfer-Lock) geschützt. Diese müssen Sie vor dem Transfer explizit deaktivieren — ebenfalls im Kunden-Panel. Ohne diesen Schritt wird der Transfer automatisch abgelehnt, und Sie merken es erst Tage später.
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3. Transfer beim neuen Registrar anstoßen
Beantragen Sie den Transfer im Kunden-Panel des neuen Registrars. Geben Sie die Domain und den AuthCode ein. Der neue Registrar prüft die Daten und startet den offiziellen Transfer-Prozess bei der zuständigen Vergabestelle (z. B. DENIC für .de, ICANN für .com).
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4. E-Mail-Bestätigung durchführen
An die WHOIS-Inhaber-E-Mail-Adresse wird eine Bestätigungsanfrage gesendet. Diese müssen Sie aktiv bestätigen — bei manchen Registraren müssen auch Sie als bisheriger Registrar zustimmen. Reagieren Sie schnell: Viele Anfragen laufen nach 5–7 Tagen automatisch ab.
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5. DNS-Einträge prüfen
Nach dem Transfer müssen die DNS-Einträge beim neuen Registrar korrekt gesetzt sein. Kontrollieren Sie alle A-Records (IP-Adresse Ihrer Website), MX-Records (E-Mail-Server) und TXT-Records (SPF, DKIM, Domain-Verifikationen). Fehler hier führen zu Website-Ausfall oder E-Mail-Unterbrechungen.
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6. Transfer-Status überwachen (5–7 Tage)
Der Transfer läuft im Hintergrund und dauert je nach Endung 5–7 Werktage. Überwachen Sie den Status im Panel des neuen Registrars. Bleiben Sie in dieser Zeit für E-Mail-Bestätigungen erreichbar. Brechen Sie keine weiteren Änderungen an DNS oder Hosting an, solange der Transfer läuft.
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7. Nach Transfer: E-Mail und Website prüfen
Sobald der Transfer abgeschlossen ist, testen Sie Website-Aufruf (Browser), E-Mail-Empfang und E-Mail-Versand. Prüfen Sie, ob SSL-Zertifikate noch gültig sind und ob alle Subdomains korrekt aufgelöst werden. Notieren Sie das neue Ablaufdatum der Domain.
Nicht alle Domain-Endungen funktionieren gleich. Bei .de-Domains ist die DENIC die zuständige Vergabestelle. Transfers sind nach DENIC-KK-Verfahren in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen abgeschlossen, sofern beide Registrare DENIC-Mitglieder sind. Eine 60-Tage-Sperre gibt es bei .de nicht per se, aber manche Registrare setzen eigene Sperren nach Inhaberwechsel.
Bei .com und .net gilt die ICANN-Regel: 60 Tage Sperrfrist nach Erstregistrierung oder letztem Inhaberwechsel. Der Transfer dauert bis zu 7 Tage und erfordert aktive Bestätigungen beider Parteien. Der bisherige Registrar kann den Transfer innerhalb von 5 Tagen ablehnen oder bestätigen.
Bei .eu-Domains ist EURid die Vergabestelle. Transfers sind nur zwischen akkreditierten Registraren möglich, dauern in der Regel bis zu 7 Werktage und erfordern ebenfalls eine Bestätigung per E-Mail. Inhaberwechsel müssen separat über das EURid-Portal beantragt werden.
Fazit: Informieren Sie sich vor dem Transfer über die spezifischen Regeln Ihrer Domain-Endung. Die Unterschiede können Wochen an zusätzlicher Wartezeit bedeuten — oder den Transfer komplett blockieren, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
- AuthCode rechtzeitig anfordern und Transfersperre vorher deaktivieren
- WHOIS-E-Mail-Adresse muss aktiv und abrufbar sein — Bestätigungen kommen dort an
- DNS-Einträge vor Transfer vollständig dokumentieren und nach Transfer prüfen
- Transfer nie während laufender Kampagnen oder kurz vor SSL-Verlängerung starten
- Endungs-Unterschiede beachten: .de schneller, .com mit 60-Tage-Sperre, .eu mit EURid-Besonderheiten
Sie möchten Ihre Domain sicher und ohne Ausfall zu einem neuen Registrar transferieren? Wir begleiten den Prozess von der Vorbereitung bis zur finalen Prüfung.
Beratung anfragenHäufige Fragen
Wie lange dauert ein Domain-Transfer?
Was ist der AuthCode und wo bekomme ich ihn?
Ist meine Website während des Transfers offline?
Was ist die 60-Tage-Regel bei Domain-Transfers?
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