Leistungen / Website-Relaunch
Website-Relaunch

Ein Relaunch ist kein neues Design.
Er ist eine kontrollierte Migration.

Neue Gestaltung, neue Inhalte, neue Navigation, neue Technik und neue Adressen — oft alles gleichzeitig. Genau da entstehen unnötige Risiken. Ein Relaunch muss deshalb nicht nur zeigen, wie die Website künftig aussieht. Er muss erklären, was mit jeder bestehenden Seite, jedem Inhalt und jedem Signal geschieht.

Erst die Unterscheidung

Redesign oder Relaunch?

Beide Begriffe werden oft vermischt — dabei entscheidet die Unterscheidung über Umfang und Risiko.

Redesign

Das Aussehen ändert sich.

Erscheinungsbild und gegebenenfalls Struktur werden neu — zentrale URLs und Inhalte bleiben weitgehend stabil. Das Risiko ist überschaubar.

Relaunch

Das Fundament ändert sich.

Technik, Inhalte, Informationsarchitektur oder URLs werden grundlegend verändert. Bestehende Signale müssen neu zugeordnet und überprüft werden.

Was schiefgehen kann

Wo Relaunches Rankings verlieren.

Fast jeder Traffic-Einbruch nach einem Relaunch hat dieselben Ursachen — und keine davon ist unvermeidlich:

Wertvolle URLs werden ohne passenden Ersatz entfernt.
Alle alten Seiten werden pauschal auf die Start- oder Kategorieseite umgeleitet.
Redirect-Ketten entstehen; interne Links zeigen weiter auf alte URLs.
Canonicals oder robots-Einstellungen sind falsch gesetzt.
Die Staging-Sperre (noindex) bleibt versehentlich auf der Live-Seite.
Titles und H1 werden unkontrolliert verändert, Suchintentionen verschwinden.
Wichtige Inhalte werden aus Designgründen gekürzt.
Formulare oder Tracking funktionieren nach dem Launch nicht mehr.
Alles wird gleichzeitig geändert — Ursache und Wirkung sind nicht mehr trennbar.

Google empfiehlt bei URL-Migrationen ausdrücklich ein Alt-zu-Neu-Mapping, permanente Weiterleitungen, aktualisierte interne Links und Monitoring. Genau danach arbeiten wir.

Unser Verfahren

Kontrolliert, in sieben Schritten.

1 · Bestand erfassen

Wir führen mehrere Datenquellen zusammen: vollständiger Crawl, Sitemap, Search-Console-Daten, Analytics-Landingpages, Backlinkziele, bestehende Redirects, indexierbare PDFs und die aktuelle Navigation. Ergebnis ist ein belastbares URL-Inventar — die Grundlage für jede weitere Entscheidung.

2 · Jede URL entscheiden

Für jede Adresse fällt eine bewusste Entscheidung: bleiben (KEEP), inhaltlich verbessern (IMPROVE), zusammenführen (MERGE), mit neuer Aufgabe belegen (REPURPOSE), dauerhaft weiterleiten (301) oder — mit gutem Grund — entfernen (404/410) oder aus dem Index nehmen (NOINDEX). Ein 301 gehört nur auf ein inhaltlich passendes Ziel; unpassende Massenweiterleitungen werten Suchmaschinen als Soft-404.

3 · Zielarchitektur entwickeln

Wir legen fest, welche Seiten künftig existieren, welche Suchintention jede URL bedient, wie Nutzer navigieren, wie Wissen, Leistungen und Belege verbunden werden — und welche URLs bewusst stabil bleiben.

4 · Inhalte neu aufbauen

Sinnvolle vorhandene Substanz wird gesichert und ergänzt: klare Zielgruppenansprache, Entscheidungsfragen, Belege, eigene Erfahrung, Quellen, interne Links und bessere Titles. Nicht kürzen, weil das Design es „schöner" macht.

5 · Staging & technische Prüfung

Vor dem Livegang geprüft: Statuscodes, Redirects und Ketten, Canonicals, Indexierungsregeln, interne Links, Sitemap, strukturierte Daten, mobile Darstellung, Formulare, Tracking, Performance, Accessibility und das Zugriffskonzept.

6 · Launch

Direkte, permanente Weiterleitungen, aktualisierte interne Links, neue Sitemap, Entfernen der Staging-Sperren, Funktionsprüfung, Dokumentation des Zeitpunkts und Sicherung der Ausgangsdaten.

7 · Monitoring

Nach dem Launch beobachten wir Crawling und Indexierung, 404/5xx-Fehler, Klicks, Impressionen und CTR, relevante Rankings, Conversions, Formulare und Tracking sowie unerwartete Zielseiten. Nicht jeder Rückgang nach wenigen Tagen ist ein Grund für einen neuen Umbau.

Weniger ist oft mehr

Manche URL bleibt besser, wie sie ist.

Wenn Suchintention, Kerninhalt und Funktion im Wesentlichen gleich bleiben, ist die bestehende URL meist die risikoärmere Wahl. Wir ziehen nur um, wenn es einen echten fachlichen Grund gibt.

Eine schönere oder kürzere Adresse allein rechtfertigt keinen Umzug — ein kausaler Rankingvorteil durch bloßes Kürzen ist nicht belegt.

Und die alten Seiten?

Nicht jede 404 ist ein Fehler.

Passender Nachfolger

301

Gibt es ein inhaltlich passendes Ziel, wird dauerhaft dorthin weitergeleitet.

Kein Nachfolger

410 / 404

Entfällt eine Seite dauerhaft, darf sie korrekt als „nicht mehr vorhanden" antworten.

Für Nutzer, nicht Index

noindex

Wird die Seite noch gebraucht, soll aber nicht ranken, bleibt sie ohne Indexierung erhalten.

Bevor Sie alles neu bauen

Erst sichern, was Wert hat.

Schildern Sie uns kurz, was ansteht — ein neuer Auftritt, ein Technikwechsel, ein Umzug. Wir sagen Ihnen, ob es ein Redesign oder ein echter Relaunch ist und was das für Ihre Sichtbarkeit bedeutet.

Strategiegespräch anfragen