Ein Relaunch ist kein neues Design.
Er ist eine kontrollierte Migration.
Neue Gestaltung, neue Inhalte, neue Navigation, neue Technik und neue Adressen — oft alles gleichzeitig. Genau da entstehen unnötige Risiken. Ein Relaunch muss deshalb nicht nur zeigen, wie die Website künftig aussieht. Er muss erklären, was mit jeder bestehenden Seite, jedem Inhalt und jedem Signal geschieht.
Redesign oder Relaunch?
Beide Begriffe werden oft vermischt — dabei entscheidet die Unterscheidung über Umfang und Risiko.
Das Aussehen ändert sich.
Erscheinungsbild und gegebenenfalls Struktur werden neu — zentrale URLs und Inhalte bleiben weitgehend stabil. Das Risiko ist überschaubar.
Das Fundament ändert sich.
Technik, Inhalte, Informationsarchitektur oder URLs werden grundlegend verändert. Bestehende Signale müssen neu zugeordnet und überprüft werden.
Wo Relaunches Rankings verlieren.
Fast jeder Traffic-Einbruch nach einem Relaunch hat dieselben Ursachen — und keine davon ist unvermeidlich:
Google empfiehlt bei URL-Migrationen ausdrücklich ein Alt-zu-Neu-Mapping, permanente Weiterleitungen, aktualisierte interne Links und Monitoring. Genau danach arbeiten wir.
Kontrolliert, in sieben Schritten.
1 · Bestand erfassen
Wir führen mehrere Datenquellen zusammen: vollständiger Crawl, Sitemap, Search-Console-Daten, Analytics-Landingpages, Backlinkziele, bestehende Redirects, indexierbare PDFs und die aktuelle Navigation. Ergebnis ist ein belastbares URL-Inventar — die Grundlage für jede weitere Entscheidung.
2 · Jede URL entscheiden
Für jede Adresse fällt eine bewusste Entscheidung: bleiben (KEEP), inhaltlich verbessern (IMPROVE), zusammenführen (MERGE), mit neuer Aufgabe belegen (REPURPOSE), dauerhaft weiterleiten (301) oder — mit gutem Grund — entfernen (404/410) oder aus dem Index nehmen (NOINDEX). Ein 301 gehört nur auf ein inhaltlich passendes Ziel; unpassende Massenweiterleitungen werten Suchmaschinen als Soft-404.
3 · Zielarchitektur entwickeln
Wir legen fest, welche Seiten künftig existieren, welche Suchintention jede URL bedient, wie Nutzer navigieren, wie Wissen, Leistungen und Belege verbunden werden — und welche URLs bewusst stabil bleiben.
4 · Inhalte neu aufbauen
Sinnvolle vorhandene Substanz wird gesichert und ergänzt: klare Zielgruppenansprache, Entscheidungsfragen, Belege, eigene Erfahrung, Quellen, interne Links und bessere Titles. Nicht kürzen, weil das Design es „schöner" macht.
5 · Staging & technische Prüfung
Vor dem Livegang geprüft: Statuscodes, Redirects und Ketten, Canonicals, Indexierungsregeln, interne Links, Sitemap, strukturierte Daten, mobile Darstellung, Formulare, Tracking, Performance, Accessibility und das Zugriffskonzept.
6 · Launch
Direkte, permanente Weiterleitungen, aktualisierte interne Links, neue Sitemap, Entfernen der Staging-Sperren, Funktionsprüfung, Dokumentation des Zeitpunkts und Sicherung der Ausgangsdaten.
7 · Monitoring
Nach dem Launch beobachten wir Crawling und Indexierung, 404/5xx-Fehler, Klicks, Impressionen und CTR, relevante Rankings, Conversions, Formulare und Tracking sowie unerwartete Zielseiten. Nicht jeder Rückgang nach wenigen Tagen ist ein Grund für einen neuen Umbau.
Manche URL bleibt besser, wie sie ist.
Wenn Suchintention, Kerninhalt und Funktion im Wesentlichen gleich bleiben, ist die bestehende URL meist die risikoärmere Wahl. Wir ziehen nur um, wenn es einen echten fachlichen Grund gibt.
Eine schönere oder kürzere Adresse allein rechtfertigt keinen Umzug — ein kausaler Rankingvorteil durch bloßes Kürzen ist nicht belegt.
Nicht jede 404 ist ein Fehler.
301
Gibt es ein inhaltlich passendes Ziel, wird dauerhaft dorthin weitergeleitet.
410 / 404
Entfällt eine Seite dauerhaft, darf sie korrekt als „nicht mehr vorhanden" antworten.
noindex
Wird die Seite noch gebraucht, soll aber nicht ranken, bleibt sie ohne Indexierung erhalten.
Erst sichern, was Wert hat.
Schildern Sie uns kurz, was ansteht — ein neuer Auftritt, ein Technikwechsel, ein Umzug. Wir sagen Ihnen, ob es ein Redesign oder ein echter Relaunch ist und was das für Ihre Sichtbarkeit bedeutet.
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