SEO-Audit selbst durchführen: 10 Schritte, die wirklich etwas bringen
Kurz gesagt
Ein SEO-Audit deckt die größten Schwachstellen einer Website systematisch auf — technische Fehler, Content-Lücken, schwache Meta-Daten und Backlink-Probleme. Mit kostenlosen Werkzeugen wie der Google Search Console und Screaming Frog lässt sich ein vollwertiger Audit auch ohne Agentur durchführen.
Wann ein SEO-Audit sinnvoll ist
Ein Audit lohnt sich immer dann, wenn Rankings stagnieren oder sinken, wenn eine Website neu übernommen wird, nach einem Relaunch und mindestens einmal im Jahr als Routineprüfung. Viele Probleme entstehen schleichend: neue Seiten ohne Meta-Beschreibung, versehentlich blockierte Bereiche in der robots.txt, Redirect-Ketten durch mehrfache URL-Umbauten. Ein systematischer Audit findet solche Probleme, bevor sie sich in den Rankings bemerkbar machen.
Die 10 Prüfpunkte
- Indexierung: Sind alle wichtigen Seiten in Google indexiert? (Prüfung z. B. über eine site:-Suche in Google.)
- robots.txt: Blockiert die Datei versehentlich wichtige Seiten oder Verzeichnisse?
- Sitemap: Ist eine XML-Sitemap vorhanden und in der Search Console eingereicht?
- HTTPS: Läuft die gesamte Website über HTTPS, ohne Mixed-Content-Warnungen?
- Ladezeit: Sind die Core Web Vitals im grünen Bereich (PageSpeed Insights)?
- Mobile: Besteht die Website den Google-Test für mobile Nutzbarkeit?
- Meta-Daten: Haben alle wichtigen Seiten einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung?
- Kaputte Links: Gibt es 404-Fehler auf eigenen Seiten oder in der Navigation?
- Duplicate Content: Existieren Seiten mit identischem oder sehr ähnlichem Inhalt?
- Backlinks: Gibt es auffällige oder verlorene Backlinks (in der Search Console unter „Links" einsehbar)?
So setzen Sie den Audit um
Zuerst die Google Search Console als Basis nutzen: Leistungsbericht und Abdeckungsbericht zeigen, welche Seiten indexiert sind und wo Google Fehler meldet. Danach die Website technisch crawlen, etwa mit Screaming Frog, um kaputte Links, fehlende Meta-Daten und Duplicate Content strukturiert zu finden. Anschließend Ladezeit und Core Web Vitals der wichtigsten Seiten mit PageSpeed Insights prüfen. Danach die Inhalte selbst durchsehen: Wo gibt es dünne Seiten ohne echten Nutzen, wo fehlen Antworten auf Fragen, die die Zielgruppe tatsächlich hat? Auf dieser Basis werden die On-Page-Faktoren der wichtigsten Seiten nachgeschärft. Zum Schluss werden alle Befunde priorisiert — nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Aufwand und erwartetem Effekt.
Ergebnisse priorisieren
Ein einfaches Vorgehen: Alle Befunde in einer Liste festhalten, jeweils mit geschätztem Aufwand (gering/mittel/hoch) und erwartetem Effekt (niedrig/mittel/hoch) versehen und dann nach dem Verhältnis von Effekt zu Aufwand sortiert abarbeiten. Das ergibt einen realistischen Maßnahmenplan, statt sich in Details zu verlieren.