Kann ich Online-Marketing fördern lassen?
Kurz gesagt
Ja, Online-Marketing ist häufig förderfähig, nicht nur reine Technik. Bund und Länder bezuschussen Digitalisierungsvorhaben, zu denen oft SEO, Website und digitale Vertriebswege zählen. Ob Ihr Vorhaben förderfähig ist, hängt vom jeweiligen Programm, Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Bundesland ab, weshalb Sie die aktuellen Bedingungen vor der Antragstellung prüfen sollten.
Was unter Förderung von Online-Marketing fällt
Bei der Förderung geht es um finanzielle Unterstützung, mit der Unternehmen ihre digitale Präsenz ausbauen können. Der förderfähige Rahmen ist oft breiter als gedacht: Neben klassischer Technik zählen häufig Maßnahmen wie Suchmaschinenoptimierung, Content, Social-Media-Aktivitäten, E-Commerce sowie die Beratung dazu, die diese Vorhaben begleitet. Die Programme unterscheiden zwischen investiven Zuschüssen für Projekte und einer Beratungsförderung, bei der externe Expertise bezuschusst wird. Welche Bestandteile Ihres Vorhabens abgedeckt sind, ergibt sich immer aus den Bedingungen des konkreten Programms.
Bundesweite Programme
Auf Bundesebene existieren mehrere etablierte Programme, die die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen unterstützen. Bekannt sind unter anderem "Digital Jetzt" und "Go-Digital", beide angesiedelt beim Bundeswirtschaftsministerium und auf KMU ausgerichtet. Sie fördern typischerweise die Einführung digitaler Technologien, digitale Geschäftsprozesse, IT-Sicherheit und digitales Marketing. Daneben gibt es Programme, die gezielt Innovation und die Entwicklung digitaler Lösungen im Mittelstand adressieren. Die genaue Zielgruppe, die Förderquote und die Höchstbeträge sind je Programm unterschiedlich und werden von den Programmträgern festgelegt.
Regionale und branchenspezifische Förderungen
Zusätzlich zu den Bundesprogrammen bieten die Länder eigene regionale Förderungen an, die auf die lokale Wirtschaft zugeschnitten sind, etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Bayern. Manche Programme richten sich zudem an bestimmte Branchen oder Projektarten, beispielsweise an den Aufbau von Onlineshops oder die Entwicklung von Apps. Neben direkten Zuschüssen kommen ergänzende Instrumente in Betracht, etwa Beratungsförderung, Bildungsgutscheine für Weiterbildung im Online-Marketing oder steuerliche Aspekte. Weil sich diese Angebote nach Region und Zweck stark unterscheiden, lohnt der Blick auf die Programme des eigenen Bundeslandes.
Aktueller Stand
Förderprogramme, ihre Budgets, Fristen und Konditionen ändern sich regelmäßig, werden angepasst oder laufen aus. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf einzelne Beträge oder Quoten aus älteren Quellen, sondern prüfen Sie die Bedingungen unmittelbar vor der Antragstellung. Verbindliche Auskunft geben die offiziellen Seiten der jeweiligen Programmträger, die Förderdatenbank des Bundes sowie die zuständigen Stellen Ihres Bundeslandes. Diese Angaben sind die einzige belastbare Grundlage dafür, ob und in welcher Höhe Ihr Marketing-Vorhaben aktuell gefördert wird.